Leben im Olympiadorf

„Das grüne Dorf in der Stadt“, „Futuropolis“, „die einzige Siedlung in der ganzen Welt, in der die Trennung von Auto- und Fußgängerverkehr geglückt ist.“ Das ist das Olympiadorf in München. Schon längst sind die Zeiten vorbei, in der das Dorf „Betonwüste“ oder „Geisterstadt“ genannt wurde. Heute ist das Olympische Dorf von 1972 eins der beliebtesten Wohngebiete Münchens, nicht nur bei Architekten und Familien mit Kindern. 

Rund 7.000 Menschen leben hier. Einige von ihnen bereits seit Jahrzehnten. Wenige ziehen wieder weg. Die meisten Umzüge finden innerhalb des Dorfes statt – eine Tatsache, die für die Lebensqualität hier spricht. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Zwei U-Bahn-Haltestellen und keine 15 Minuten bis zum Stadt-Zentrum
  • Trennung von Auto- und Fußgängerverkehr
  • Ladenzeile mit allem Wichtigen für den Alltag
  • viele im Dorf niedergelassene Ärzte 
  • Kindergärten und Grundschule auf dem Gelände
  • mehrere Spielplätze und ein eigener kleiner See
  • Grünanlagen
  • viel Platz zum Spielen, Spazieren und immer wieder etwas Neues Entdecken

Seien Sie unser Gast! Schauen Sie sich um, nehmen Sie immer eine neue Abbiegung, lassen Sie sich inspirieren – von der Architektur, von der Kunst und vor allem von den Menschen hier, die jedem ein Lächeln schenken. In unserem „Olydorf“ – in unserem Zuhause.n

Im Studentendorf - Foto: Tizian Olytopia
Nachbarschaftsfest - Foto: Maren Willkomm
Bild: Maren Willkomm
Baumwand in der Nadistraße - Foto: Rainer Schoder

Orientierung

Das Olympiadorf wirkt auf neu dazu gezogenen Dorfbewohner und Besucher manchmal sehr unübersichtlich. 

Zur besseren Orientierung veröffentlichen wir hier einen Dorf-Plan. Dieser wurde auch mit Hausnummern versehen, damit man sich vor allem in den sogenannten „Flachbereichen“, gegenüber der Terrassen Hochbauten, besser orientieren kann. Deren ungerade Hausnummern folgen nämlich keinem einheitlichen Prinzip.

Plan Olympiadorf
Plan Olympiadorf mit Hausnummern

Spaziergänge im Dorf

Orig.-Autoren: L Korintenberg & W Tondok; Wegeskizzen/ Überarbeitung: Dr R Kerler 5/2021

Unser Olympiadorf gehört zu den wenigen Wohnbezirken in einer Parklandschaft, die zusammen mit den Wohnbauten geplant wurde. Noch heute lässt sich an vielen Stellen des Dorfes nachvollziehen, mit welchem Schwung und Ideenreichtum die Architekten damals ans Werk gingen. Wir Bewohner haben uns in der Regel so an die gestaltete Umgebung gewöhnt, dass uns viele Details nicht mehr auffallen. Daher wollen wir Sie auf Spaziergänge mitnehmen und dabei auf eben diese „Schönheiten am Wegesrand“ aufmerksam machen.

Ein paar Worte zur grundsätzlichen Konzeption des Olympiadorfes: Die „Wohnarme“ Straßberger-, Nadi- und Connollystraße weisen in Westrichtung und gestatten es den Westwinden, uns viel frische Luft zuzuwehen. Der Grünraum zwischen Connolly- und Nadistraße mit der Schule im Ostteil wurde als Wasserbereich mit dem Nadisee und seinen „Zuflüssen“ geschaffen, der Grünraum zwischen Nadi- und Straßbergerstraße ist für Bewegungsspiele mit viel Platz und entsprechende Anlagen für spielende Kinder ausgestattet.

Nach außen, zu den umgebenden Hauptstraßen, schützen uns hohe Wälle mit dichter Bepflanzung und die Hochhäuser an den Rändern vor dem Verkehrslärm.

Vor unserem eignen Fahrzeugverkehr sind wir durch die Tunnelbauten so geschützt, dass wir kaum etwas davon merken. Daher konnte die Fußgängerebene so gestaltet werden, dass sie mit viel Grün und einer abwechslungsreichen Pflasterung als eine verkehrsberuhigte Zone – sieht man von den Radlern ab – zum Wandern und Schauen einlädt. Achten Sie doch einmal auf Ihren Wegen durch die Dorfstraßen auf die im Detail sehr unterschiedliche Pflasterung. Je mehr man sich dem Ende der Straßen nähert, umso mehr graue Pflastersteine leiten nahezu unmerklich auf die „Naturwege“ auf den Dämmen über.

Wir stellen Ihnen vier Spaziergänge vor, die beliebig kombiniert, ausgebaut oder abgekürzt werden können. Wandert man alle in einem Zug ab, ist man je nach Verweildauer an den kleinen Sehenswürdigkeiten zwei bis drei Stunden unterwegs. Wer nicht gar so lauffreudig ist, nahe den U-Bahn-Stationen finden sich auch Elektro-Roller.

Ausgangspunkt zu den Wegbeschreibungen: U3 Olympiazentrum, Nordausgang

Spaziergang 1: Connollystraße (blaue Medialinie)

Die Connollystraße ist stark vom Nebeneinander mit den Studenten geprägt, deren Wohnbauten Sie auf der südlichen Seite nahezu 2/3 des Weges begleiten.  Die ehemalige Mensa, heute „Alte Mensa“ (1) genannt, ist von der Architektur her einen Blick wert, weil sie – wie das Kirchenzentrum – mit nur wenigen Stützen durch eine freitragende Rohrkonstruktion überdacht ist. Ihr gegenüber liegt unser China-Restaurant. Folgt man der blauen Medialinie nach Westen, so stößt man bald auf einen leuchtend bunt angemalten und im Sommer munter plätschernden Brunnen (3). Leider sind die Schöpfer aller Dorfbrunnen nicht mehr bekannt. Die verschiedenfarbigen Medialinien, blau in der Connolly-, grün in der Nadi- und gelb entlang der Straßbergerstraße, dienen nicht nur zur Beleuchtung, sondern vor allem als Orientierungslinien. Werfen Sie doch unterwegs hin und wieder einen Blick auf die Pflasterung in den Eingängen der Hochhäuser: Jeder Eingang ist so individuell angelegt, dass sich die Bewohner an ihnen orientieren können anstelle der Hausnummer. Auf der Freifläche bei Haus 14 steht ein pyramidenförmiges Seil-Klettergerüst für Kinder (4). Bei Haus 18 eine weithin auffallende Skulptur „Olympische Ringe“ (5), die Künstlerin Ruth Kiener-Flamm ist auf einer Tafel angegeben – im Gegensatz zu vielen anderen namenlosen Kunstwerken im Dorf. Man kann mit etwas Kraftaufwand die Ringe gegeneinander verstellen. Sie waren ursprünglich aus Plexiglas (nicht UV-beständig) und wurden motorisch bewegt. Quasi zu Füßen der Olympischen Ringe plätschert zur Freude der Kinder wieder ein bunter Rinnenbrunnen (6). Einige Häuser weiter steht auf der linken Seite das Eckhaus Nr. 31, in dem während der Olympischen Spiele 1972 der Terroranschlag auf die israelische Mannschaft verübt wurde. Eine Gedenktafel (7) erinnert daran, das Haus selbst dient heute als Gästehaus der Max-Planck-Gesellschaft. 

Hier bietet sich ein Abstecher nach links in den Flachbereich der Connollystraße an. Die Häuserzeilen stehen deutlich weiter auseinander als in den Flachbereichen der Nachbarstraßen. Gleich in der ersten Zeile wurde einst eine Sommer-Eisstockbahn angelegt, die aber nicht mehr in Benutzung ist, wie die Biertische in der Mitte zeigen. Folgt man dem Fußweg über die Wendel ganz hinunter auf die Wiese, steht man auf einem groß angelegten Spielplatz (8) mit unterschiedlichsten Geräten. Es dürfte der größte im Dorf sein.  Hier kann man nach rechts abbiegen und am „Kinder-Schlittenberg“ entlanggehen, der im Sommer von Studenten gerne als großzügige Liegewiese genutzt wird. Am Ende des Flachbereichs gibt es einen gepflasterten Platz mit Schachbrettmuster, allerdings ohne Schachfiguren. Der Platz daneben dient heute den Anwohnern als Grillplatz; es lässt sich nicht mehr herausfinden, ob das die ursprüngliche Zweckbestimmung war. Man kann nun an der Häuserzeile wieder zurück zur Wendel und hinauf auf die Fußgängerebene gehen. Vor dem Haus 22 steht wieder ein Rinnen-Brunnen (9), womit die Connollystraße als Brunnenstraße ihre Nachbarn eindeutig übertrifft. Der Spazierweg endet auf dem Kusocinski-Damm (10). Dort sollte man noch rechts über die Brücke gehen und an der erst 1982 aufgestellten Plastik von Ben Muthofer – dem „Krönchen“ (11) – nicht nur einen Blick auf die Kunst, sondern auch auf den Wasserbereich des Dorfes werfen, den man von hier aus erwandern kann. Auf der Westseite des Kusocinski-Damms liegt der TUM-Sportcampus (früher Zentrale Hochschulsportanlage), der im Rahmen eines kompletten Umbaus am nordwestlichen Abzweig zwei bunte Bolder-Türme erhalten hat (12). Ebenso sehenswert wie die Connollystraße ist das südwestlich der Alten Mensa liegende Studentendorf mit originell bemalten Bungalows (2). Nach ca. 40 Jahren war das Bungalow-Dorf so sanierungsbedürftig, dass es mit Modul-Bungalows (per Kran heraus- und wieder einsetzbar,) äußerlich weitgehend identisch, komplett erneuert wurde. 

Spaziergang 2: Durchs Wasser - zwischen Connolly- & Nadistraße

Das Forum1 war als Theatron/Amphitheater (13) für die Dorfbewohner gedacht. Hier sollte
man sich treffen können, miteinander diskutieren, Theater aufführen oder einfach nur
Picknick machen. In der ursprünglichen Planung sollte es sogar beheizt oder nötigenfalls
gekühlt werden. Leider ist es nie wirklich von der Dorfgemeinschaft angenommen worden.
Die Fläche vor dem Forum war einst zwischen den Röhren der „Medialinie“ überdacht, was
sich heute Flohmarktaussteller und –besucher manchmal sehr wünschen würden. Die häufig
als Rohrleitung gesehenen Medialinien zählen zu den Kunstwerken des Dorfes, Schöpfer
war der Wiener Architekt Hans Hollein. Sie führen, von der U-Bahn Olympiazentrum,
Nordausgang, in die verschiedenen Dorfstraßen. Am Forum und am Kirchenvorplatz (20)
waren zwischen den nebeneinander angeordneten Rohren Überdachungen angebracht, die
den vor den Hochhäusern besonders heftigen Winden nicht standhalten konnten.

Vom Forum1 fließt ein kleiner Wasserlauf in ein Marmorpodest eingesägt – daher auch
„Marmorbrunnen“ genannt – den Abhang hinunter und vereint sich dort mit dem
„Wasservorhang“ (15) auf der grünen Wiese. Beide Elemente wurden auch von Hans
Hollein gestaltet.

Geht man im / neben dem Forum hinunter, führt ein schattiger Weg am Schulhof (16) der
Nadischule vorbei. Dann öffnet sich der Blick auf die Wasserfontäne, den Kanal und den
Nadisee (17) – unseren „Nassbereich“. An der Fontäne lohnt es sich, nach links abzubiegen
und dem verträumten Bächlein zu folgen, das bald in den Seekanal mündet. Die kleine Idylle
steht im Kontrast zur strengen Basis des Fontänenbrunnens aus winklig gestapelten
Betonbecken. Dies ist Beispiel für eine Grundidee der Dorfgestaltung: das Spannungsfeld
zwischen geraden Formen des Gebauten und den frei geführten Linien des Organischen in
der Landschaft. Am Fußweg zur Connollystraße 18-20 finden sich in der Mauer Comic-
Figuren (18), zudem versteckt sich, ähnlich wie in der Nadistraße unter hohen Bäumen, ein – gerne „offene Weltkugel“ genanntes – ehemaliges Klettergerüst, das aus Sicherheitsgründen
jedoch nicht mehr betreten werden darf.

Der Nadisee (17), dessen Grundriss einem Nierentisch der 70er entsprungen sein könnte, ist
der Sommertreff badehungriger Kinder. Inzwischen warnt, aus Haftungsgründen, ein Schild
vor der Benutzung des Sees (Hygiene, Bakterien) – aber über drei Jahrzehnte diente er als
großes Planschbecken und ist nach wie vor eine Attraktion des Dorfes. Es lohnt sich, um
den See herum zu gehen und die verschiedenen Perspektiven auf die „gebaute Landschaft“
zu betrachten. Im angrenzenden Flachbereich gibt es wieder einen Spielplatz (19) und einen
kleinen Brunnen. Gehen Sie doch von hier aus durch eine der schmalen Gassen Richtung
Nadi-Hochbereich. Sie werden eine schon fast dörfliche Idylle zwischen relativ engen
Hauszeilen entdecken. Wenn Sie später durch den Flachbereich der Straßbergerstraße auf
Entdeckung gehen, werden Sie feststellen, dass dort die Wege geradliniger verlaufen.
An der Ostseite der Nadistraße liegt der Kirchenvorplatz (20), von dem man durch unsere
„Ladenstraße“ zurück zum Ausgangspunkt kommt. Dort sollten Sie den von Griechenland
gestifteten „Olympiastein“ (0) mit Inschrift und Infotafel besichtigen.

Spaziergang 3: Nadistraße + "Bewegungsbereich" (grüne Medialinie)

Dieser Spaziergang beginnt am ökumenischen Kirchenzentrum (20), dessen auffallende
Dachkonstruktion die Konzeption „alles unter einem Dach“ bereits zum Ausdruck bringt.
Links der Straße sieht man den Spielplatz des städtischen Kindergartens (21) und gleich
danach den Sportplatz (22) der Nadischule. Noch vor Beginn der Hochhäuser plätschert ein
bei Kindern wie Jugendlichen sehr beliebter Brunnen (23). Ein paar Schritte weiter, kurz vor
dem Schuleingang, steht eine drehbare, gewundene Säule des Bildhauers Roland Martin
(24). Ein kleiner Platz links führt in die Nadischule und zum Forum2 (25), mit Räumen des
Kulturvereins. Während der Olympischen Spiele diente es als Kino, heute als Heimat des
stadtbekannten Kinderkinos, zudem für Theateraufführungen, Bilder- und Kunsthandwerk-
Ausstellungen.

An der Nadischule vorbei, beginnen links die Häuser des Flachbereichs. In die
Fußgängerstraße sind bei Haus 14 und 24 Sandkästen eingebettet, die gern bespielt
werden. Erst vor Haus 24 stößt man auf ein Kunstobjekt, den neu hergerichteten „Käfig-
Spielplatz“ (26). Auf dem höher gelegenen Platz zwischen Haus 24 und 26 kann man ein
wirkliches Kunstobjekt bewundern, leider namenlos von unbekanntem Künstler, im Dorf als
„Liebespaar“ (27) bekannt. Die Nadistraße endet schließlich auf dem Kusocinski-Damm.

Geht man auf dem Damm nach rechts und nimmt den ersten, steilen Pfad hinunter, landet
man an einem dichten Gebüsch. Ein paar Schritte links öffnet sich das Grün für einen Pfad
zum Biotop (28), das nacholympisch angelegt wurde. Nur durch Regenwasser gespeist, wird
es regelmäßig von Enten besucht, Fische im trüben Wasser sollten für einen natürlichen
Kreislauf sorgen, im Sommer bedecken Wasserlinsen die Oberfläche.

Nördlich vom Biotop liegt die „Rote Stadt“ (29). Es handelt sich um das Reich der etwas
älteren Jugendlichen, die zwischen den nackten Wänden und Dächern herumturnen und

Mauerspringen üben. An den reichlichst mit Graffiti bedeckten, ursprünglich ziegelroten
Wänden haben sich Generationen von einschlägigen jungen „Künstlern“ ausgetobt und tun
dies wohl auch heute noch.

Das Areal zwischen Nadi- und Straßbergerstraße wurde als Bewegungsraum konzipiert, das
sehen Sie von hier aus ganz deutlich. Auffallend ist die weite Rasenfläche, auf der auch
Erwachsene gern Ball spielen. Quasi gegenüber der Roten Stadt erstreckt sich ein
großzügiges Spielplatzgelände, auch „Weiße Stadt“ (30) genannt. Es setzt sich in heute dicht
gewachsene Büsche im Osten fort. Dort sind die Wege zum Teil überwuchert, eine kleine
Brücke mit einer Unterführung wird immer noch gern zum Spielen genutzt. Ein Stück weiter
rechts an dem Damm, der die Feuerwehrstraße der Nadistraße abschirmt, sieht man eine
Rutschbahn und gleich dahinter unter den Bäumen versteckt eine weitere offene Weltkugel
(32) als Klettergerüst.

Auf dem Weiterweg Richtung Helene-Mayer-Ring liegt ein kreisrunder asphaltierter Platz,
früher als „Rollschuhplatz“ (31) bekannt, heute hauptsächlich zum Basketballspielen benutzt.
Im kalten Wintern füllen Anwohner (manchmal) den Platz mit Wasser auf, und es entsteht
eine gute Eislauffläche. Die Wiesenfläche ist hier mit unterschiedlichsten Bäumen
bestanden, die in einem festen Raster angepflanzt wurden, was allerdings nur auf einem
Plan zu erkennen ist. An einem der Wege steht ein Kletterelement aus grünen und blauen
Betonquadern (33). Die Grünfläche endet am Hof des katholischen Kindergartens und dem
Kirchenzentrum. Rechts führt eine Treppe hinauf zum Ausgangspunkt unseres
Spaziergangs.

Spaziergang 4: Straßbergerstraße (gelbe Medialinie)

Am östlichen Ende des Kirchenvorplatzes (20) beginnt die Straßbergerstraße, die nach der
Kirche zunächst – linker Hand – an deren Kindergarten (34) und bald am farbenfrohen
„Rinnenbrunnen“ (35) vorbeiführt. Vor dem Haus 18 ist ein großer Sandkastenspielplatz in
die Straße eingelassen. Zwischen den Häusern 22 und 24 führt eine Brücke zum Damm
nördlich der Straßbergerstraße, dies sollte man für einen kurzen Abstecher nutzen.

Auf dem Damm wurde ein großer Spielplatz (36) angelegt, dessen Hang-Teil bereits von
Büschen überwuchert ist. Der Platz war für viele Ameisen bekannt, diese wurden aber
umgesiedelt. Folgt man dem Dammweg in westlicher Richtung, führt eine weitere Brücke
zwischen Haus 30 und 32 bald zurück in den Fußgängerbereich. Man kann von hier aus
hinuntergehen in den idyllischen Flachbereich. Bei Haus 71 steht ein munter plätschernder
Brunnen (37), an dem Bewohner der Zeile jährlich ein Sommer-Brunnenfest abhalten.

Bleibt man auf der Fußgängerebene oder kehrt dorthin zurück und führt den Weg fort, so
stößt man am Ende der Straßbergerstraße auf einen bei kleineren Kindern beliebten
Röhrenbrunnen (38), der sich für Schiff-Spiele gut eignet. Über eine Treppe geht es nach
unten zur offenen Fahrbahnebene, an deren Ende die U3-Station Oberwiesenfeld liegt.

4 a) Entlang dem Höhenweg, parallel zur Lerchenauerstraße:
vom Spielplatz (36) führt ein im Sommer angenehm schattiger Damm längs der Ostseite der
Straßbergerstraße 22 – 14 an fest eingebauten Schach- und Tischtennisplätzen (39) vorbei.
Etwa auf Höhe der S14 zweigt ein kleiner Weg zu den Bienenstöcken (40) unserer fleißigen,
pestizidfrei sammelnden Honigbienen auf dem Olympiadorf-Betriebshof (ODBG) ab.

4 b) Spazier-/Radweg westlich um unser Olympiadorf
vom Röhrenbrunnen (38) führt eine Fußgängerbrücke auf den Werner-Seelenbinder-Weg,
entlang dem die großzügigen, gepflegten Rasenflächen der Hochschulsportanlage liegen. An
der Einmündung in den Kusocinski-Damm fallen uns zwei seltsam getüpfelte Bauten mit
geschwungenen Dächern auf – nein, keine Sprungschanzen, vielmehr Bolder-Türme für
Klettersportler. Entlang der Ostseite des Weges bieten sich immer wieder Einblicke in die
seit 1972 ausgewachsene Parklandschaft unseres Olympiadorfes, wobei das idyllisch
zugewachsene Grün die ehemalige „Betonwüste“ kaum mehr erkennen lässt.

Biegt man vom Kusocinski-Damm nach links auf den Kolehmainen-Weg ab, erfreuen im
Frühjahr herrlich blühende, japanische Kirschbäume (41) das Auge, zwischen denen an
einem Hügel vor wenigen Jahren der „Einschnitt“ (42), als Erinnerungsstätte mit Video-
Informationen zum Attentat von 1972, erbaut wurde. Kurz vor der U3 Olympiazentrum und
dem Brundage-Platz trainieren versierte Skateborder schwierige Sprünge (43), mit dem
imposanten Dach der BMW-Welt im Hintergrund. Diese ist für Auto- wie Architekturfreunde
bei jedem Wetter einen Besuch wert – der Eintritt ist kostenlos.

Kunstwerk im Olympiadorf

Selbstverwaltung

Das Olympiadorf, so groß wie ein kleiner Stadtteil von München, besteht aus 17 Eigentümergemeinschaften und ist damit die wohl größte Eigentümergemeinschaft in München, welche in eigener Regie Treppen und Wegeflächen unterhält, die Stromversorgung der Beleuchtung und die Müllabfuhr sicherstellt, Parkanlagen und ein Baumpflegewerk unterhält, aber auch den Winterdienst verrichtet und alles sauber und gut in Schuss hält. Dazu hat sie eine Betriebsgesellschaft, die ODBG, gegründet.

Das hier zum Download zur Verfügung gestellte Dorfboten-Extrablatt informiert über die Grundlagen der Selbstverwaltung des Olympiadorfs. 

Müllentsorgung

Für Papier, Plastik und Glas stehen Container am Ende der Fahrstraßen bereit.
Diese Container werden direkt vom AWM (Abfallwirtschaftsbetrieb München) geleert. Wenn die Container über längere Zeit überquellen und nicht geleert werden, kann man die AWM anrufen, da die ODBG nur für die Container auf dem Betriebshof zuständig ist.

Download Lagepläne Müllentsorgung (853KB)

→ Weitere Informationen zum Thema richtige Müllentsorgung im Olympiadorf

Pläne Müllentsorgung Olympiadorf München by Olytopia e.V.
Blick auf Straßbergerstraße
Blick auf Straßbergerstraße - Bild: Maren Willkomm

Renovieren und Ensembleschutz

Das Olympische Dorf von 1972 wurde 1998 zusammen mit den Sportanlagen im Olympiapark unter Ensembleschutz gestellt.

Seit 2020 gelten alle Gebäude im Dorf sogar als Einzelbaudenkmäler und müssen als solche behandelt werden. Informationen zum Ensembleschutz und damit verbundene Richtlinien für Renovierungsarbeiten stehen in unserem Projekt „Ensembleschutz“ zur Verfügung. 

Kinderfreundliches Dorf

Das Olympiadorf München ist ein einzigartiger Wohnort für Kinder und Familien. Das bestätigt auch die Teilnahme am Wettbewerb “Kinder- und Familienfreundliche Wohnanlage 2006” der Stadt München.

Mindestens 35 Punkte waren für den Erhalt des Gütesiegels „Kinder- und familienfreundliche Wohnanlage“ erforderlich. Das Olympiadorf erzielten fast dreimal so viel – 90 Punkte! – und erhielt im Wettbewerb von 23 Wohnanlagenbeispielen einen Sonderpreis für besondere Kinderfreundlichkeit.

Im Zitat aus der Urkunde heißt es:
 „Das Olympische Dorf ist etwas Einzigartiges in unserer Stadt. (….) Hier können sich Kinder so richtig austoben. Es gibt viele Spielplätze für alle Altersgruppen, Skulpturen, die man auch bespielen darf, Rodelhügel, eine Skaterbahn, einen eigenen See und vieles mehr. Jeder kann im Olympischen Dorf auch ein ruhiges Plätzchen finden und sich zurückziehen. (…) Das gesamte Olympische Dorf steht unter Denkmalschutz, ist barrierefrei und die Autos fahren unterirdisch. Die Kinderjury fand, dass man hier super leben und spielen kann. Aufgrund des besonderen Charakters bekommt das Olympische Dorf einen Sonderpreis für Kinder- und Familienfreundlichkeit.”

Spielbrunnen in der Straßbergerstraße / Bild: Maren Willkomm
Röhrenspielplatz Straßbergerstraße / Bild: Maren Willkomm
Springbrunnen Nadisee
Reifenspielplatz / Bild: Bastian Eberle
Tischtennisplatten in Straßbergerstraße / Bild: Maren Willkomm
Rollstuhlfahrer - Skizze von Rainer Schoder
Rollstuhlfahrer - Skizze von Rainer Schoder

Leben im Olympiadorf mit Behinderung

Bemerkenswert ist, dass das Olympiadorf bereits vor 50 Jahren behindertengerecht geplant wurde. So kam es, dass sich beispielsweise die Pfennigparade mit mehreren Wohngemeinschaften im Dorf ansiedelte und Rollstuhlfahrer sozusagen zum „Dorfbild“ dazugehören.

Mehr zu dem Thema Olympiadorf mit Behinderung →

In den 70er Jahren wirkte das Olympiadorf nackt und kahl, wie alle Neubausiedlungen, doch bald regte die Initiative von Frau Dr. llse Lange „Unser Dorf soll schöner werden“ eine üppige Bepflanzung von Gärten und Terrassen an, ebenso wie das Setzen von neuen Bäumen im öffentlichen Raum.

Heute leben die Bewohnerinnen in einer grünen und blühenden Oase, die von außen kommende Besucher staunen lässt. Neue Aspekte, wie die Bienenfreundlichkeit von Blumen, bringen neue Pflanzideen hervor. Phantasie und Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt.

Hier finden Sie einige Tipps für gutes Gelingen. Und am Schluss eine Übersicht über viele Pflanzen mit ihren botanischen und deutschen Namen, zum Kennenlernen und als Mutmacher für eigene Versuche. Weitere Informationen zum Thema „Bepflanzung“ →

Bild: Bastian Eberle

Institutionen im Olympiadorf

In der direkten Nachbarschaft gibt es eine Vielzahl an Organisationen, Vereinen, kirchlichen Initiativen und Ortsverbänden. Die hier genannten stellen eine Übersicht der EIG bekannten Institutionen dar. Wir freuen uns jederzeit diese erweitern zu können. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail

Vereine und Organisationen:

Die ODBG (Olympiadorf-Betrieb Beteiligungsgesellschaft mbH&Co.Wartg.KG) gibt regelmäßig Dorfmitteilungen heraus, die der Information der Bewohner im Olympischen Dorf dienen. Die Informationen berichten im Wesentlichen über die Investitionen und Arbeiten im Dorf sowie über Beschlüsse der Gesellschafter der ODBG, welche aus den verschiedenen Wohnungseigentümergemeinschaften entsandt wurden.

Die ODBG ist eine Gesellschaft der Eigentümer des Olympischen Dorfes. Diese gründeten die Gesellschaft, denn es gab damals wie heute viel zu tun. Das Dorf, so groß wie ein kleiner Stadtteil von München, ist wohl die größte Eigentümergemeinschaft in München, welche in eigener Regie Brückenbauwerke, Treppen und Wegeflächen unterhält, die Stromversorgung der Beleuchtung und die Müllabfuhr sicherstellt, Abwasserkanäle wartet, Parkanlagen und ein Baumpflegewerk unterhält, aber auch den Winterdienst verrichtet und alles sauber und gut in Schuss hält.

Eine dicke Grundlagenvereinbarung aus dem Jahr 1975 regelt hierbei die Rechte und Pflichten, aber auch wie sich die Kosten auf jeden verteilen. Diese hier beschriebenen Verpflichtungen konnten einzelne Eigentümer nicht allein oder gemeinsam wahrnehmen. So schufen die Eigentümer die ODBG GmbH & Co. KG, welche ausgestattet mit Personal und Maschinen und verpflichtet durch viele Verträge diese Aufgaben wahrnimmt.

Damit der Wille der Eigentümer umgesetzt wird, finden viermal im Jahr Gesellschafterversammlungen statt. Die Gesellschafter wiederum werden jedes Jahr als sogenannte Treuhänder bei den Eigentümerversammlungen der Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) neu gewählt. Sie erhalten Sitz und Stimme, Antrags- und Beschlussrecht bei jeder Gesellschafterversammlung der ODBG.

Aber nicht nur das. Aus der Mitte der Gesellschafter werden jedes Jahr Ausschüsse gebildet, die sich mit den Fachbereichen Recht, Technik, Personal und Finanzen befassen. Etwa zehnmal im Jahr tagen die Ausschüsse gemeinsam mit dem Geschäftsführer, beraten diesen und lassen sich informieren.

Zusätzlich einmal im Jahr befassen sich die Gesellschafter mit der Bilanz und dem Wirtschaftsplan für das kommende Jahr. Dann kommen notwendige Investitionen zur Sprache, aber auch Fixkosten aus dem laufenden Betrieb.

So entsteht ein dynamischer Geschäftsbetrieb, der durch die Beschlussfassung aller Gesellschafter, die zugleich Treuhänder der WEGs sind, aus dem Dorf eine breite demokratische Basis hat.

Kontakt: http://www.odbg-muenchen.de/

So erreichen Sie unseren Betriebshof: Helene-Mayer-Ring 31, 80809 München

Öffnungszeiten:

  • Montag, 08:00 Uhr – 18:00 Uhr
  • Dienstag, 08:00 Uhr – 18:00 Uhr
  • Mittwoch, 08:00 Uhr – 18:00 Uhr
  • Donnerstag, 08:00 Uhr – 18:00 Uhr
  • Freitag, 08:00 Uhr – 18:00 Uhr
  • Samstag, 08:00 Uhr – 12:00 Uhr

Bitte Internetseite beachten, die Pandemieregelungen verursachen teilweise andere Öffnungszeiten.

Giftmobilfahrplan des AWM: siehe 2021_AWM_Giftmobilfahrplan.pdf (awm-muenchen.de)

Der Verein besteht seit 1974 im Olympiadorf, er begann zunächst mit Volleyballmannschaften, dann kam schnell Gymnastik dazu und nach und nach erweiterte sich das Angebot. 1991 gesellte sich mit Concordia eine große Fußballabteilung dazu. Diese hat jetzt an der Moosacher Straße ein wunderschönes Gelände mit tollen Spielfeldern, eines davon mit Kunstrasen, das fast rund ums Jahr bespielt werden kann. Die übrigen Angebote finden in den Sporthallen der Nadischule statt. Der Verein bietet eine Menge unterschiedlicher Sportmöglichkeiten. Im Einzelnen findet man diese Informationen auf der Website des SVO

Olytopia – das grüne Dorf in der Stadt

Olytopia ist ein Projekt, das gemeinsam mit Bewohner*innen und Interessierten das Olympiadorf langfristig nachhaltiger gestalten möchte. Gemeinsam nachhaltige Alternativen ausprobieren, die kleinen Dinge um Alltag umstellen, verschiedene Aktionen und Veranstaltungen organisieren, Menschen zusammenbringen und Herausforderungen meistern – das sind die Ziele! Diese will Olytopia nicht alleine, sondern zusammen mit allen Interessierten erreichen. Deshalb hat jede*r die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und Aktionen auf die Beine zu stellen.

Was Olytopia macht:

  • Wir machen Aktionen.
  • Wir machen kreative Workshops.
  • Wir machen Infoabende.
  • Wir machen Stammtische.
  • Wir machen Nachhaltigkeit bekannter.

Themen und Arbeitsgruppen:

  • Ernährung & Begrünung
  • Kommunikation
  • Konsum – reparieren, tauschen, teilen und verschenken
  • Lebensmittelverschwendung
  • Mobilität
  • Mülltrennung/-vermeidung
  • Nachbarschaft & Soziales

Wer eigene Ideen, Vorstellungen, Utopien oder Wünsche für das Olympiadorf hat, schreibt einfach eine Mail und kommt zum nächsten Stammtisch:

Kontakt: info@olytopia.de
Homepage: www.olytopia.de

Der Dorfsenioren Olympiadorf e.V. ist ein gemeinnütziger, überkonfessioneller Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, älteren Menschen zu helfen, so lange wie nur möglich in ihren eigenen Wohnungen bleiben zu können. 

Die Helfer begleiten zum Arzt, zu Behörden oder auf Spaziergängen, sie helfen bei leichten Hausarbeiten, holen Medikamente in der Apotheke, kümmern sich um Hilfestellung nach Krankenhaus und Reha oder vermitteln Kontakte zu ambulanten Pflegediensten oder Essen auf Rädern. 

Damit die älteren Mitbürger ihre Vitalität behalten und rege am Leben teilnehmen können, sorgen wir für Gemeinschaft. Wir kommen vierzehntägig zu einem Kaffeenachmittag zusammen, um uns auszutauschen, gemeinsam zu singen oder Geschichten zu lauschen. Es gibt auch die Möglichkeit, jeden Mittwoch Nachmittag zu spielen, meistens das Kartenspiel Rommé. Einmal im Monat wird „Bingo“ gespielt, dabei haben alle sehr viel Spaß. Kommen Sie doch einfach mal vorbei und schauen sich die Aktivitäten an.

Statt Internetauftritt haben die Dorfsenioren einen Schaukasten an der Öki-Station (gegenüber vom Hotel Ana), wo auf die neuesten Projekte aufmerksam gemacht wird.  

Der Verein wurde 1985 gegründet, und zwar durch eine Stiftung der Gräfin Gisela von Zech, die inzwischen verstorben ist.

Verantwortlich: Uta Strey, 1. Vorsitzende, Tel: 089-6920562, dorfsenioren@olympiadorf.com

Musik im Olympischen Dorf (MIOD, Kath. Kirchenzentrum Frieden Christi) ist die Fortführung einer Veranstaltungsreihe, die Olympiapfarrer Karl-Heinz Summerer 1972 für die Sportler und Offiziellen der Olympiade organisiert hatte. 1973 entstand daraus die Konzertreihe MIOD. Programmatischer Leitfaden ist die Idee von der Vielgestalt musikalischer Möglichkeiten, welche bei mehr als 400 Konzerten von über 4.000 Künstlern aus aller Welt Wirklichkeit wurden. Es ist zu hoffen, dass die Corona-bedingten Einschränkungen in absehbarer Zeit wieder wegfallen, damit Ideen und Projekten wieder realisiert werden können.

Die Bewohner des Olympiadorfs sind auch weiterhin herzlich eingeladen, diesen kulturellen Beitrag für unseren Stadtteil und für ganz München wahrzunehmen und das vielseitige musikalische Angebot zu genießen.

Künstlerischer Leiter: Winfried Englhardt, Veranstalter: Kath. PfA Frieden Christi, Website: http://frieden-christi-muenchen.de/miod.html

Träger der Kindertageseinrichtung ist die Landeshauptstadt München. Das Haus für Kinder liegt etwas versteckt, gleich neben der Nadischule. Im Haus für Kinder Nadistraße gibt es zwei Kindergartengruppen sowie einen Hort mit mehreren Gruppen. 

Kontakt:
Kindergarten Telefon: 3517777
Hort Telefon: 35731663
Sprechzeiten nach telefonischer Vereinbarung mit dem Leitungsteam.

Das Haus für Kinder Frieden Christi (kiga-frieden-christi.de) inmitten des Olympiadorfes bietet ein vielfältiges Angebot. Hier tummeln sich Kinder von klein bis groß – angefangen in der Kinderkrippe, über den Kindergarten und bis in den Hort. 

Eine große Besonderheit der Kinderkrippe Olytolli e.V. ist ihre Lage im autofreien Olympiadorf. So können die Kinder gefahrlos draußen in der Natur herumtoben.
Die Atelierwohnung, in der der Krippe untergebracht ist, schafft eine besonders helle und freundliche Atmosphäre. Der große Zusammenhalt der Eltern und der sehr familiäre Umgang miteinander machen Olytolli zu einer ganz besonderen Eltern-Kind-Initiative.

Kontakt: https://www.olytolli.de

Kirchen im Ökumenischen Kirchenzentrum:

Parteien mit Ortsverbänden:

Im November 1973 wurde die SPD-Olympiadorf gegründet und der erste Vorstand gewählt. Das Selbstverständnis als SPD-Olympiadorf war und ist: Nicht nur Mitwirken an der politischen Willensbildung innerhalb der SPD, sondern auch Einmischen, Mitwirken und Mitgestalten bei Themen vor Ort. Und da gab und gibt es im Stadtteil „Olympiadorf“ viel zu tun. In den „Bezirksausschuss 11 Milbertshofen – Am Hart“ wurden dieses Jahr vier SPD-Vertreter*innen aus dem Olympiadorf berufen; Sabine Jung, Brigitte Voit, Era Vorfa und Stefan Wasner. Sie wollen sich für die Interessen der Mitbürgerinnen und Mitbürger vor Ort engagieren. Wer sich bei der SPD-München Olympiadorf engagieren möchte, schreibt einfach eine E-mail an geschaeftsfuehrung@spdolympiadorf.de Aktuelle Veranstaltungshinweise werden auf der Website und im SPD-Schaukasten in der Ladenstraße veröffentlicht.

Seit den 1980er Jahren gibt es im Olympiadorf eine Ortsgruppe der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP). Prominentestes Mitglied ist der Physiker und ehemalige ÖDP-Europa-Abgeordnete Prof. Dr. Klaus Buchner, welcher vor seiner Wahl ins EU-Parlament auch etliche Jahre als EIG-Vorsitzender für das Olympiadorf aktiv war. Derzeit ist er Beisitzer im Bundesvorstand der ÖDP. Seine Frau Rosemarie Buchner leitet die ÖDP-Ortsgruppe gemeinsam mit Leo Meyer-Giesow und beide sitzen seit 2008 für das Olympiadorf und den Stadtbezirk im Bezirksausschuss Milbertshofen-Am Hart. 

Neben zahlreichen weiteren ÖDP-Mitgliedern ist auch der langjährige Münchner ÖDP-Stadtvorsitzende Martin Kraus in der ÖDP-Ortsgruppe Olympiadorf aktiv. Wir freuen uns stets über neue, gleichgesinnte Mitstreiter. Kontaktieren Sie uns unter: olympiadorf@oedp-muenchen.de

Einen Einblick in unsere stadtteilpolitischen Aktivitäten finden Sie hier:
https://oedp-muenchen.de/mandate/bezirksausschussmitglieder/leo-meyer-giesow/

Im ÖDP-Schaukasten in der Ladenstraße finden Sie aktuelle Veröffentlichungen ebenso wie im Internet unter:
https://oedp-muenchen.de

Die CSU im Olympiadorf ist eine aktive Gruppe, die sich seit vielen Jahren regelmäßig zum Stammtisch, zu Sommerfesten und weiteren Aktivitäten trifft. Der Ortsverband gestaltet die politische Willensbildung mit und gibt dem Olympiadorf eine Stimme in den politischen Institutionen. Besonders setzen sie sich im Bezirksausschuss 11 direkt vor Ort für das Olympiadorf ein. Bei Interesse an einer Mitarbeit kann die Ortvorsitzende Tina Pickert angeschrieben werden: tina.pickert@gmx.de

Unser Bezirksausschuss:

Was ist der Bezirksausschuss?

Der Bezirksausschuss ist eine Art Stadtteilparlament und für die öffentlichen Angelegenheiten zuständig, die im Stadtbezirk bedeutsam sind. Ursprünglich wurden die Bezirksausschüsse vom Stadtrat eingesetzt und sollten ihn mit ihrer örtlichen Sachkompetenz bei den Entscheidungen beraten, die nur einzelne Stadtbezirke betrafen. Daher der Name „Ausschuss“. Inzwischen werden die Mitglieder aber gewählt und haben in begrenztem Umfang eigene Entscheidungskompetenzen, u.a. über das Stadtbezirksbudget von fast 200.000 Euro pro Jahr. Es gibt in München 25 Stadtbezirke mit jeweils eigenem Bezirksausschuss.

Welche Themen beschäftigen den Bezirksausschuss?

Die Bandbreite des Themenspektrums ist umfassend. Besonders häufig geht es um Fragen der Verkehrsführung, um Abstellplätze für Autos und Fahrräder, um Baumpflanzungen und Baumfällungen, um Zuschüsse für Vereine und Initiativen. Beispielweise wurden Zuschüsse für öffentliche Veranstaltungen des Kulturvereins im Olympiadorf bewilligt. Bei wichtigen Planungen, wie z.B. zur künftigen Bebauung des Knorr-Bremse-Geländes oder der Nachnutzung des ehemaligen Busbahnhofs Olympiazentrum, wird der Bezirksausschuss zwar angehört, die Entscheidungen trifft hier jedoch letztlich der Stadtrat.

Welcher Bezirksausschuss ist für das Olympiadorf zuständig?

Das Olympische Dorf 1972 liegt im 11. Münchner Stadtbezirk, für den der Bezirksausschuss Milbertshofen – Am Hart zuständig ist, der 33 Mitglieder hat.

Wann trifft sich der Bezirksausschuss?

Einmal im Monat versammeln sich die Mitglieder des Bezirksausschusses, meist im Kulturhaus Milbertshofen (Curt-Mezger-Platz an der Schleißheimer Straße). Die Sitzungen sind öffentlich und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen. Zur Vorbereitung treffen sich die BA-Mitglieder zuvor jeweils in einer Fraktionssitzung mit ihren Parteikollegen und die von den Fraktionen benannten Vertreter in fünf thematisch orientieren Unterausschüssen (Bau & Stadtgestaltung, Budget, Soziales & Bildung & Kultur, Natur- & Umwelt- & Klimaschutz, Verkehr & Mobilität).

Wieviel Arbeitsaufwand ist das und wird die Arbeit bezahlt?

Die Sitzungen dauern im Schnitt 2-3 Stunden, außerdem ist zur Vorbereitung jeden Monat ein dicker Aktenordner mit Anträgen und Beschlussvorlagen durchzuarbeiten. Die Arbeitsbelastung liegt daher für ein BA-Mitglied bei ca. 10 Stunden pro Monat. Es gibt eine Aufwandsentschädigung, welche für die drei Sitzungen insgesamt ca. 150 Euro pro Monat beträgt.

Wie kann ein Olympiadorfbewohner seine Anregungen und Wünsche dem Bezirksausschuss bekannt geben?

Entweder er trägt diese selbst in der monatlichen öffentlichen Bezirksausschusssitzung vor, oder er teilt sie einem der Bezirksausschussmitglieder mit. Bei umfangreichen Angelegenheiten empfiehlt sich eine schriftliche Mitteilung an die BA-Geschäftstelle Nord, Ehrenbreitsteiner Str. 28a, 80993 München, E-Mail-Adresse: BA11@muenchen.de.

Mehr Informationen zum Bezirksausschuss finden Sie hier:
https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtpolitik/Bezirksausschuesse/Stadtbezirk11.html