Das Olympische Dorf München – Planungsexperiment und Musterstadt der Moderne

Die Planung des Olympischen Dorfes zu den Olympischen Sommerspielen 1972 in München stellten Stadtplaner und Architekten vor eine einmalige Herausforderung. Die außergewöhnlichen Rahmenbedingungen, aber auch das Interesse der damaligen Planer sich intensiv mit gesellschaftlichen Fragen auseinander zu setzten, führten über einen ambitionierten Entwurfsprozess zu einer Wohnstadt, die exemplarisch für ihre Zeit steht und doch beispiellos blieb.

Natalie Heger stellt in ihrem Buch “Das Olympische Dorf München – Planungsexperiment und Musterstadt der Moderne” die Geschichte der Planung dar und bringt sie in den Kontext der damaligen gesellschaftlichen, politischen und geistigen Strömungen.

Die Autorin präsentiert ihr Buch am 1. April 2014 um 19 Uhr, in der Architekturgalerie München, Türkenstraße 30, 80333 München.
Ferner nehmen teil: Murray Church (Projektleiter Olympisches Dorf), Prof. Maya Reiner (Universität Kassel) und Prof. Christiane Thalgott.

Mehr Informationen zur Veranstaltungen der Architekturgalerie auf www.architekturgalerie-muenchen.de

EIG tritt dem UNESCO Verein Region München bei

EIG Vorstand und Beirat haben beschlossen, dem UNESCO Verein Region München e.V. beizutreten. Der UNESCO Verein wird das EIG-Projekt “Olympiapark – Weltkulturerbe!” fortführen.

“Das Projekt war unter der EIG nicht optimal angesiedelt”, betont die EIG Vorstandsvorsitzende, Manuela Feese-Zolotnitski. “Dass der Olympiapark zum Weltkulturerbe ernannt wird, kann nicht von einer Interessengemeinschaft wie der EIG verfolgt werden; das Anliegen muss von einer überparteilichen Instanz getragen sein.”

Hierfür ist die UNESCO bzw. der UNESCO Verein Region München prädestiniert: Die UNESCO nominiert die Weltkulturerbestätten weltweit. Die EIG wird das Projekt in diesem neuen Rahmen unterstützen.

Hofflohmarkt im Olympiadorf

In den vergangenen Jahren hatte die EIG zweimal jährlich den “EIG Flohmarkt am forum1″ organisiert. Ab 2014 wollen wir Neues probieren: den Hofflohmarkt!

hofflohmarktWir öffnen unsere Pforten und laden ein zum ersten Hof-Flohmarkt im Olympischen Dorf. Zeigen wir ganz München, welches Quartier den größten und grünsten „Innenhof“ hat.

Das visionäre Konzept einer autofreien Oase ist 42 Jahre nach den Olympischen Spielen aktueller denn je! Kein Stadtteil ist so prädestiniert für diese Art von Flohmarkt wie wir.

Machen Sie mit!
Sie werden sehen, es ist ein großes Vergnügen mit Nachbarn und Freunden Stand an Stand zu stehen und Waren anzupreisen. Nicht allein die Verkaufsergebnisse zählen – auch die vielen geselligen Momente schlagen zu Buche.

Auf dem Plan sind die Hauptachsen und Plätze mit Punkten hervorgehoben, die wir als Platzierung für Ihren Stand empfehlen und bewerben.

Hofflohmarkt WegeplanTeilnehmer aus den entlegenen Flachbereichen sprechen sich am besten mit ihren Nachbarn ab und suchen sich den Platz, der für sie am bequemsten zu erreichen ist. Selbstverständlich können Sie auch auf die großen Flächen rund um die Ladenstraße ausweichen.

Wer glaubt, er hätte zu wenig anzubieten, kann sein Sortiment auch mit originellen Dingen erweitern: Sei es mit Selbstgebasteltem oder auch Selbstgebackenem.

Das Wichtigste ist, dass wir Flagge zeigen und keine großen Lücken zwischen den Ständen entstehen. Schmücken Sie Ihren Stand, hängen Sie Luftballons auf, ziehen Sie Ihr Olympia-Dirndl an, etc … Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Wir bitten Sie, nach der Veranstaltung nicht verkaufte Artikel wieder mitzunehmen und den Platz  sauber zu hinterlassen.

Busbahnhof Olympiazentrum: Erfolgreiche Präsentation der EIG Ideen zur Umnutzung

Am 18.2.2014 informierte die EIG Einwohner-Interessen-Gemeinschaft e.V. über ihren Vorschlag zur Revitalisierung des Busbahnhofs Olympiazentrum.

busbahnhof2

Im vollbesetzten Saal des forum2 stellte die EIG den Zuhörern ihre Vision eines Besucherzentrums vor:

Auf dem Gelände des Busbahnhofs sollen Verkehrsverbindungen (U-Bahn, Taxi, Touristenbusse, Stadtbusse, Parkbähnchen) gebündelt werden. Unter den vorhandenen Dächern finden Besucher einen attraktiven Eingangsbereich mit Dienstleistungs- und Informationsinfrastruktur zu Olympia ’72 vor:  Café, MVV-Verkauf, Veranstaltungsticketverkauf; Information und Ausstellung zu Olympia ’72 können dabei in einem Komplex zusammengefasst werden.

Auf diese Weise kann der Busbahnhof in seiner städtebaulichen Funktion als Eingangsbereich zwischen Park und Anfahrtsweg (Lerchenauerstraße) erhalten bleiben. Gleichzeitig erhält das Denkmal Olympiapark ein Besucherzentrum, dass seiner historischen Dimension gerecht wird.

Gekommen waren zahlreiche Mitglieder aus den Olympiadorf-Ortsverbänden von CSU, ÖDP und SPD, dem Bezirksausschuss Milbertshofen-Am Hart, die Stadträte Alexander Reissl SPD und Walter Zöller CSU, die OB-Kandidaten Dr. Michael Mattar und Tobias Ruff ÖDP, und die Landtagsabgeordneten Ruth Waldmann SPD und Mechthilde Wittmann, CSU). Ferner waren die Geschäftsführer von der Taxi München eG, Herr Frank Kuhle und der Stellvertretende Geschäftsführer der Olympiapark München GmbH, Herr Arno Hartung, zugegen. Auch die BMW Group als Nachbar, die Stadtwerke München, das Planungsreferat, die Denkmalschutzbehörde sowie die Presse hatten die Einladung der EIG angenommen und Mitarbeiter entsandt.

Alle Anwesenden zeigten großes Interesse an den vorgestellten Ideen und versprachen, die auf CD vorbereiteten Informationen in ihren Institutionen genau zu prüfen. Gegenstimmen waren von keiner Seite zu hören. Die Einwohner des Olympischen Dorfes zeigten sich sehr angetan und steuerten in der Diskussion eine Vielzahl weiterer Ideen bei, die in dem angedachten Besucherzentrum untergebracht werden könnten.

Die EIG hofft, mit ihrer Präsentation der Diskussion um die Gestaltung des Busbahnhofs einen neuen Impuls in eine neue Richtung gegeben zu haben. Für die Umsetzung müssten die Kräfte verschiedenster Institutionen gebündelt werden, damit die aufgezeigte Version verwirklicht werden kann. Profitieren würden davon alle.

Präsentation „Visitor Center Olympiapark“ – das Konzept der EIG für den stillgelegten Busbahnhof Olympiazentrum

Sehr herzlich lädt die EIG Einwohner-Interessen-Gemeinschaft Olympisches Dorf e.V. ein zur Präsentation ihrer Ideen für die Gestaltung und künftige Nutzung des stillgelegten Busbahnhofs Olympiazentrum:

„Visitor Center Olympiapark“
am Dienstag, dem 18. Februar 2014 um 20 Uhr
Präsentation im forum2
Nadistraße 3, 80809 München

Die EIG hat ihre denkmalgerechten, nachhaltigen, touristen- und bürgerfreundlichen Lösungsansätze visualisiert und wird sie Entscheidungsträgern, Medien und der Öffentlichkeit vorstellen und im Detail erläutern.

Das Konzept der EIG
Obwohl die meisten mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisenden Besucher des Olympiaparks am U-Bahnhof Olympiazentrum ankommen, fehlt dort bislang ein vielfältiges Angebot an Informations-, Verkaufs- und Servicestellen. Diese könnten unter den bestehenden, langgestreckten und hohen Dächern des Busbahnhofs zu einem Be-sucherzentrum für die Ankommenden zusammengefasst werden. Die vorhandenen Verkehrsflächen und Bus-bahnsteige ermöglichen dazu passende neue Nutzungen, die das zugrunde liegende Konzept „Eingang zum Olympiapark“ ergänzen. Nicht dafür benötigte Verkehrsflächen sollten in Grünflächen umgewandelt werden. Das bestehende städtebauliche Ensemble erhält durch sinnvolle Umnutzung des Busbahnhofs neuen Wert.

Bürgerschaftliches Engagement Damit die Planungen für den Eingang zum Olympiapark nicht ohne Alternative bleiben, hat die Einwohner-Interessen-Gemeinschaft inzwischen eigene Ideen entwickelt für den Busbahnhof (der, wie nicht allgemein bekannt, auch Teil des bis zur Moosacher Straße reichenden denkmalgeschützten Ensembles Olympiapark ist). Diese Ideen möchte die EIG nun einbringen.

Hintergrund
Seit Gründung im Jahr 1973 bemüht sich die EIG ehrenamtlich um Verbesserungen im Quartier, und seit 1998, dem Jahr der Eintragung des Olympiaparks in die Denkmalliste, gehört auch die Denkmalpflege zu den selbstgestellten Aufgaben; der Verein sieht den Olympiapark als Anwärter für das Welterbe der Unesco.

Als 2008 das Ergebnis des Wettbewerbs „Hotel am Olympiapark“ veröffentlicht wurde, war daher die Bestürzung groß über den im denkmalgeschützten Ensemble Olympiapark geplanten 70 m hohen Turm (dessen Umfang überdies nach oben zunimmt). Er würde im Bereich des Busbahnhofs nahe der BMW-Welt erbaut werden und das benachbarte Studentenhochhaus am Helene-Mayer-Ring 7 noch weit überragen.

Wegen der Olympiabewerbungen wurde das Projekt zwar zurückgestellt, ist aber nun leider wieder präsent, während der nach Verlängerung der U 3 (in den Jahren 2007 und 2010) nicht mehr benötigte Busbahnhof stillgelegt wurde und seitdem zusehends verlottert. Der Bezirksausschuss 11 beantragte deshalb im Februar 2013 einen Runden Tisch – der noch nicht terminiert ist – mit allen Beteiligten.