Bepflanzung

Ausdruck der positiven Lebenseinstellung im Olympischen Dorf sind auch die phantsievoll bepflanzten Balkontröge auf den Terrassen. Jeder kann vor seinen Fenstern belebende Akzente setzen – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Hier einige Tipps für gutes Gelingen:

Im ausgehenden Winter kann schon einiges getan werden, um die nächste Wachstumsperiode vorzubereiten.

Wichtig ist eine ausgewogene Erdmischung. Auch sollte man kontrollieren, ob die Wasserabflüsse der Tröge noch intakt sind. Manchmal ist es schwierig, die Erde zu erneuern, besonders wenn die Oberfläche mit Bodendeckern zugewachsen ist (was ja das unterirdische Kleinklima fördert). Aber wenigstens partiell sollte alte Erde entfernt und frische eingebracht werden.

Nicht zu früh pflanzen – erst wenn die Erde gut durchwärmt ist, sollte damit begonnen werden. Günstig sind trübe Tage, damit die frisch gesetzten Pflanzen genug Luftfeuchtigkeit bekommen und nicht gleich welken. Immer angießen, auch wenn der Boden feucht ist, weil so die Hohlräume um die Wurzeln zugeschwemmt werden. Zum Erhalt der Bodenfeuchtigkeit  ist es gut, nach jedem Regen die Erde flach zu lockern, um die Kapillarität zu unterbrechen, dass das aufsteigende Wasser nicht zu schnell an der Oberfläche verdunstet. So kann für zügiges Wachstum gesorgt werden.

Als Frühjahrsbepflanzung eignen sich leuchtende Tulpen, Forsythien, dekorative Blaukissen und vieles mehr.

Für den Sommer empfehlen sich Geranien, Fuchsien und Petunien. Bewährt haben sich auch Heliotrip, Goldkosmos, Lobelien und Gazanien. Auch Gewürzkräuter nicht vergessen – Petersilie, Zitonenmelisse, Dill und Schnittlauch sehen gut aus, und wer schätzt nicht Gewürze aus eigenem Anbau …

  • Originell ist die Idee, Tomaten und Birnenmelonen zwischen üblichen Balkonpflanzen gedeihen zu lassen. Sehr edel wirken Ziergräser, die mit ihren filigranen Strukturen das Gesamtbild auflockern.
  • Es gibt außergewöhnliche Kombinationen, z.B.:  Lachsrote Knollenbegonien, lila Fächerblumen und weißer Bidens – rosa Solanum, weiße Geranien und dunkelviolette Petunien – hellrotes Fleißiges Lieschen, eingefasst mit gelben Pantoffelblumen, im Hintergrund von dunklem Salbei kontrastiert.
  • Um graue Balkonwände zu begrünen, gibt es einjährige Sorten von Schlinggewächsen, z.B. Japanischer Hopfen – er kann bereits im März ausgesät werden – Feuerbohnen müssen warten bis Mitte Mai, da schmecken die Früchte auch noch gut. Es eignen sich ferner: Kapuzinerkresse, Prunkwinden, Duftwicken, Schönranken und Glockenreben.

Neigt sich das Jahr dem Ende entgegen, gibt es allerhand zu tun, um die Pflanztröge einzuwintern. Wenn Sie nicht winterharte Pflanzen entfernen, geben Sie in die entstaandene Grube einen Blumentropf; Sie brauchen dann im Frühjahr kein neues Pflanzloch zu buddeln.

Locker aufgelegtes Tannenreis ist immer noch der beste Frostschutz. Die Bepflanzung leidet auch bei warmer Witterung nicht darunter, weil Licht und Luft Zutritt haben; andererseits schützt das Reisig beim jähen Wechsel zwischen gefrorenem und aufgetautem Boden, was die meisten Schäden verursacht.

Bei frostfreiem Wetter muss auch im Winter ab und zu gegossen werden. Besonders, wenn es extrem trocken ist, vertrocknen immergrüne Pflanzen leicht. In den Kästen ist verhältnismäßig wenig Erde, und Frost entzieht dem Boden viel Feuchtigkeit.

Wenn Sie Föhren-/Kiefern- und Erlenzweige noch in die Erde stecken, bevor diese zugefroren ist, haben Sie auch im Wnter einen Balkonschmuck, der Sie bei Schnee bezaubert. Auch Gräser, Stauden und Fruchtstände, die Sie erst später zurückschneiden, entfalten bei Rauhreif ihren besonderen Reiz und ergeben den perfekten Balkonschmuck.

 Renate Laier
für die EIG