Busbahnhof Olympiazentrum Umnutzung zum Besucherzentrum Olympiapark

Die EIG Einwohner-Interessen-Gemeinschaft Olympisches Dorf e.V.
veröffentlicht ihre Beweggründe und Vorstellungen zur Gestaltung und künftigen Nutzung des stillgelegten Busbahnhofs Olympiazentrum (vgl. S. 1 – 26 der Visualisierung des EIG-Projektes)


Hintergründe, Anlass und Sachstand

Die EIG bemüht sich seit ihrer Gründung im Jahr 1973 ehrenamtlich um Verbesserungen im Quartier, und seit 1998, dem Jahr der Eintragung des Olympia-parks in die Denkmalliste, gehört auch die Denkmalpflege zu den selbstgestellten Aufgaben; der Verein sieht den Olympiapark als Anwärter für das Welterbe der Unesco.

Der Busbahnhof Olympiazentrum ist – wie nicht allgemein bekannt – selbst Teil des im Norden bis zur Moosacher Straße reichenden denkmalgeschützten Ensembles.
Nach den Verlängerungen der U 3 in den Jahren 2007 und 2010 wurde er nicht mehr benötigt und stillgelegt; seitdem verlottert er zusehends.
Der Regierung von Oberbayern liegt ein Abbruch-antrag der SWM zur Entscheidung vor.

Als 2008 das Ergebnis des Wettbewerbs „Hotel am Olympiapark“ veröffentlicht wurde, war die EIG bestürzt darüber, dass im Ensemble Olympiapark (!) ein 70 m hoher Hotelturm im Bereich des Busbahnhofs (nahe der BMW-Welt) vorgeschlagen wurde. Wegen der beiden Olympiabewerbungen wurde das Hotelprojekt zurückgestellt.
Das Landesamt für Denkmalpflege hat sich bereits 2008 dagegen ausgesprochen, die LHM plant einen „grünen Auftakt“ zum Park.
Der Bezirksausschuss 11 beantragte zur Klärung am 13.3.2013 einen Runden Tisch mit allen Beteiligten, auch der EIG. Der Termin hat am 28.1.2015 im Planungsreferat stattgefunden. Nun ist vom Stadtrat ein Grundsatzbeschluss zu fassen.


Bürgerschaftliches Engagement
Um eine Lösungsalternative für den Busbahnhof , den Eingang zum Olympiapark, aufzuzeigen, hat die EIG Einwohner-Interessen-Gemeinschaft Olympisches Dorf e.V. eigene Ideen entwickelt:

Gemäß den selbstgewählten Kriterien

  • nachhaltig,
  • denkmalgerecht,
  • touristen- & bürgerfreundlich

hat die EIG ihr Konzept für die Umnutzung des Busbahnhofs zum „Visitor Center Olympiapark“ –

  • ehrenamtlich erarbeitet,
  • visualisiert und erstmals
  • öffentlich präsentiert

am 18. Februar 2014 im forum2 im Olympiadorf.

Der Umnutzungsvorschlag der EIG wurde von den anwesenden Entscheidungsträgern, den Medien und der Öffentlichkeit allgemein als einleuchtend empfunden und das Projekt als sinnvoll bewertet.

Realisierung: Politischer Wille = Voraussetzung!
Dieses Visitor Center Olympiapark ist machbar, wenn der politische Wille da ist (Stadtratsbeschluß!)

wenn in der Planungsphase die städtischen Einrichtungen kooperieren, und

wenn im Betrieb viele Töchter einer Mutter zusammenarbeiten:

die Einrichtungen und Gesellschaften im Besitz unserer Landeshauptstadt München.


Das Konzept der EIG
Obwohl die meisten mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisenden Besucher des Olympiaparks am U-Bahnhof Olympiazentrum ankommen, gibt es dort bislang kein angemessenes Angebot an Informations-, Verkaufs- und Servicestelle (wie z.B. MVG, MünchenTicket, Olympiapark München GmbH, MunichSightSeeing, Taxi, Bus 173, …).
Diese könnten unter den bestehenden, lang gestreckten und hohen Dächern des Busbahnhofs zu einem Besucherzentrum für die Ankommenden zusammengefasst werden.
Teilbereiche der vorhandenen Stahlkonstruktion würden dafür raumhoch verglast – idealerweise rahmenlos – um Räume zu schaffen und dabei die Transparenz der Anlage zu bewahren.

Eine Olympia ’72 Ausstellung könnte – als neue Abteilung des Stadtmuseums? – darin Platz finden und den kulturellen und historischen Kontext der legendären Sommerspiele beleuchten.
Im Zusammenhang damit könnte hier auch ein
Pfad des Gedenkens“ zu den Erinnerungsstätten im Olympiapark seinen Ausgang nehmen.

Die schon vorhandenen Verkehrsflächen und Busbahnsteige ermöglichen neue Nutzungen, die das zugrunde liegende Konzept „Eingang zum Olympiapark“ ergänzen. Nicht dafür benötigte Verkehrsflächen sollten in Grünflächen umgewandelt werden.

Das bestehende städtebauliche Ensemble erhält durch sinnvolle Umnutzung des Busbahnhofs neuen Wert.


Busbahnhof Visusalisierung (N. Krausen, EIG)