Spaziergang 3: Nadistraße + „Bewegungsbereich“

Dieser Spaziergang beginnt am ökumenischen Kirchenzentrum, dessen auffallende Dachkonstruktion die Konzeption „alles unter einem Dach“ bereits zum Ausdruck bringt. Links der Straße sieht man den Spielplatz des städtischen Kindergartens und gleich danach den Ballspielplatz der Nadischule.  Noch vor Beginn der Hochhäuser plätschert ein bei Kindern sehr beliebter Brunnen. Ein paar Schritte weiter, kurz vor dem Schuleingang, steht eine drehbare, gewundene Säule des Bildhauers Roland Martin. Ein kleiner Platz links führt in die Nadischule und zum Forum 2, dem Veranstaltungsraum des Kulturvereins. Während der Olympischen Spiele diente er als Kino, heute die Heimat des stadtbekannten Kinderkino.

Man geht an der Nadischule vorbei, links beginnen die Häuser des Flachbereichs. In die Fußgängerstraße ist ein Sandkasten eigebettet, der gern bespielt wird. Erst vor Haus 24 stößt man auf ein Kunstobjekt, den neu hergerichteten „Käfig-Spielplatz“. Auf dem Platz zwischen Haus 22 und 24 kann man ein wirkliches Kunstobjekt bewundern, leider namenlos und von unbekanntem Künstler. Es ist allerdings auch als „Liebespaar“ bekannt. Die Nadistraße endet ziemlich ereignislos schließlich auf dem Kusocinski-Damm.

Geht man auf dem Damm nach rechts und nimmt den ersten, steilen Pfad hinunter, landet man an einem dichten Gebüsch. Ein paar Schritte links öffnet sich das Laub für einen Pfad zum Biotop. Es wurde erst nacholympisch angelegt. Anfangs wurde es regelmäßig von Enten besucht, Fische im trüben Wasser sollten für einen natürlichen Kreislauf sorgen. Heute bedeckt weitegehend ein Wasserpflanzenteppich die Oberfläche.

Nördlich (links) vom Biotop liegt die „Rote Stadt“. Es handelt sich um das Reich der etwas älteren Jugendlichen, die zwischen den nackten Wänden und Dächern herumturnen.  An den über und über mit Graffiti bedeckten Wänden haben sich Generationen von einschlägigen jungen „Künstlern“ ausgetobt und tun dies wohl auch heute noch.

Wie schon erwähnt, wurde das Areal zwischen Nadi- und Straßbergerstrfaße als Bewegungsraum konzipiert. Das sehen Sie von hier aus ganz deutlich. Auffallend ist die weite Rasenfläche, auf der auch Erwachsene gern Ball spielen. Quasi gegenüber der Roten Stadt erstreckt sich das großzügige Spielplatzgelände, das auch „Weiße Stadt“ genannt wird. Es setzt sich in die inzwischen gewachsenen Büsche im Osten fort. Dort sind Wege zum Teil überwuchert, eine kleine Brücke mit einer Unterführung wird immer noch gern zum Spielen genutzt. Ein Stück weiter rechts an dem Damm, der die Feuerwehrstraße der Nadistraße abschirmt, sieht man eine Rutschbahn und gleich dahinter unter den Bäumen versteckt eine weitere Weltkugel als Klettergerüst.

Auf dem Weiterweg Richtung Helene Mayer Ring liegt ein kreisrunder asphaltierter Platz, als „Rollschuhplatz“ bekannt. Er wird heute hauptsächlich zum Basketballspielen benutzt. Im Winter füllen Anwohner (manchmal) den Platz mit Wasser auf, und es entsteht eine gute Eislauffläche. Die Wiesenfläche ist hier mit unterschiedlichsten Bäumen bestanden, die in einem festen Raster angepflanzt wurden, was allerdings nur auf einem Plan zu erkennen ist. An einem der Wege steht ein Klettergerüst aus grünen und blauen Betonquadern. Die Grünfläche endet schließlich am Hof des katholischen Kindergartens und dem Kirchenzentrum. Rechts führt eine Treppe hinauf zum Ausgangspunkt unseres Spaziergangs.