Spaziergang 1: Connollystraße

Die Connollystraße ist stark vom Nebeneinander mit den Studenten geprägt, deren Wohnbauten Sie auf der südlichen Seite nahezu 2/3 der Weges begleiten.  Die ehemalige Mensa, heute „Alte Mensa“ genannt, ist von der Architektur her einen Blick wert, weil  sie- wie das Kirchenzentrum- mit nur wenigen Stützen durch eine freitragende Rohrkonstruktion überdacht ist. Ihr gegenüber liegt unser gutes, italienisches Restaurant, das „Forum Romanum“ . Folgt man der blauen Medialinie, so stößt man bald auf einen leuchtend bunt angemalten und im Sommer munter plätschernden Brunnen. Leider sind die Schöpfer aller Dorfbrunnen nicht mehr bekannt.
Werfen Sie doch unterwegs hin und wieder einen Blick auf die Plasterung in den Eingängen der Hochhäuser: Jeder Eingang ist so individuell angelegt, dass sich die Bewohner an ihnen orientieren können anstelle der Hausnummer.

Auf der Freifläche vor  Haus 14 steht ein Klettergerüst für Kinder, bei Haus 18 eine weithin auffallende Skulptur „Olympische Ringe“. Die Künstlerin Ruth Kiener-Flamm ist auf einer Tafel angegeben- im Gegensatz zu vielen anderen namenlosen Kunstwerken im Dorf. Man kann mit etwas Kraftaufwand die Ringe gegeneinander verstellen. Sie waren ursprünglich aus Plexiglas und wurden motorisch bewegt.  Quasi zu Füßen der Olympischen Ringe plätschert zur Freude der Kinder wieder ein bunter Röhrenbrunnen.

Einige Häuser weiter steht auf der linken Seite das Eckhaus (Nr. 31), in dem währen der Olympischen Spiele 1972 der Terroranschlag auf die israelische Mannschaft verübt wurde. Eine Gedenktafel erinnert daran, das Haus selbst dient heute als Gästehaus der Max-Planck-Gesellschaft.

Hier bietet sich ein Abstecher nach links in den Flachbereich der Connollystraße an. Die Häuserzeilen stehen deutlich weiter auseinander als in den Flachbereichen der Nachbarstraßen. Gleich in der ersten Zeile wurde einst eine Sommer-Eisstockbahn angelegt, die aber nicht mehr i Benutzung ist, wie die Biertische in der Mitte zeigen. Folgt man dem Fußweg über die Wendel ganz hinunter auf die Wiese, steht man auf einem groß angelegten Spielplatz mit unterschiedlichsten Geräten. Es dürfte der größte im Dorf sein.  Hier kann man nach rechts abbiegen und am „Kinder-Skihang“ entlanggehen, der im Sommer als eine großzügige Liegewiese genutzt wird. Am Ende des Flachbereichs gibt es einen gepflasterten Platz mit Schachbrettmuster, allerdings ohne Schachfiguren. Der Platz daneben dient heute den Anwohnern als Grillplatz; es lässt sich nicht mehr herausfinden, ob das die ursprüngliche Zweckbestimmung war.

Man kann nun an der Häuserzeile wieder zurück zur Wendel und hinauf auf die Fußgängerebene gehen.  Vor dem Haus 22 steht wieder ein Röhren-Brunnen, womit die Connollystraße als Brunnenstraße ihre Nachbarn eindeutig übertrifft. Der Spazierweg endet auf dem Kusocinski-Damm. Dort sollte man noch rechts über die Brücke gehen und an der erst 1982 aufgestellten Plastik von Ben Muthofer – dem „Krönchen“ – nicht nur einen Blick auf die Kunst, sondern auch auf den Wasserbereich des Dorfes werfen. Den kann man von hier aus erwandern, wir wollen jedoch den Weg vom Forum aus nehmen.

Ebenso sehenswert wie die Connollystraße ist das westlich anschließende Studentendorf mit den zum Teil sehr originell bemalten Bungalows. Sie sind jedoch so sanierungsbedürftig, dass sie ersetzt werden müssen. Daher werden wir diesen Spaziergang einfügen, wenn die neuen – übrigens äußerlich weitgehend identischen – Bungalows wieder bezogen werden können.