Tafel

Olympisches Dorf unter Denkmalschutz –  Die EIG weist mit einer Tafel auf die Bedeutung hin

Vor der Enthüllung

Eine von der EIG gestiftete Tafel über den Denkmalschutz des Olympischen Dorfes wurde während des diesjährigen Sommerfestes am 13. Juli 2002 vom Vorstand der EIG enthüllt. Christa Epe, die Vorsitzende, erwähnte in ihrer Ansprache, dass viele berühmte Kulturstätten 100 Jahre und mehr warten mussten, um unter Denkmalschutz gestellt zu werden. Unser Dorf, das sich „in einem Ensemble von geschichtlicher, künstlerischer und städtebaulicher Bedeutung“ befindet, erhielt dieses Prädikat bereits nach 29 Jahren. Es gehört nun, wie auch die Sportstätten – Olympiastadion, Olympiahalle, Olympia-Schwimmhalle – und der Fernsehturm zum Ensemble Olympiapark.

 

 

 

V.l.n.r: Dr. Michael Scharmann, stellvertretender Vorsitzender, Christa Epe, Vorsitzende, Klaus Kreilich, Beiratsmitglied

Frau Epe führte weiter aus: “Die Würdigung eines so jungen Objekts wie unser Olympiadorf ist eine Besonderheit. Es bedeutet, dass es “erhaltenswürdig“ hinsichtlich seines “äußeren Erscheinungsbildes“ ist. In der vorausgegangenen Diskussion im Amt für Denkmalpflege stand im Vordergrund der Gesichtspunkt, dass heute die Idee und das Risiko, ein ganzes Stadtviertel nach einem theoretischen Modell zu planen und Konstruktionen wie z.B die Zeltdächer in der Gesellschaft nicht mehr durchsetzbar wären. Nur das Olympiadorf hat sich von allen andernorts gebauten Großsiedlungen erhalten ­ einzig funktionierend in Europa. Es wurde die besondere Wohnform und die einmalige architektonische Gestaltung ausgezeichnet. Doch der Denkmalschutz ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern natürlich auch mit Auflagen verbunden, die uns Dorfbewohner, auch jeden einzelnen, bei Renovierungen und Veränderungen an unserem Eigentum betreffen. So wünschen und hoffen wir, dass diese uns nun attestierte Einmaligkeit des Olydorfes, trotz mancher Schwachstellen, auf lange Sicht erhalten bleibt.“

Die Tafel finden Sie an der Rampe vom U-Bahnhof zum Dorf an der rechten Wand neben dem Original-Dorfplan der Olympiade 1972.